Reduziertes Kariesrisiko bei unsichtbarer Zahnspange

Bei der Lingualtechnik werden die Brackets auf der Innenseite der Zähne befestigt. Neben dem offensichtlichen Effekt, dass die Zahnspange nicht sichtbar ist, bietet diese Technik noch weitere Vorteile. So ist vor allem das Kariesrisiko im Vergleich zu einer festen außenliegenden Zahnspange fast fünfmal geringer. Im Weiteren verwenden wir linguale Systeme, die sehr flach und angenehm zu tragen sind. Natürlich erhält jeder Patient sein maßgefertigtes und damit passgenaues Modell. Das bedeutet größte Präzision bei der Behandlung, die aktuell kein außen angebrachtes Bracketsystem leisten kann. Ihr Vorteil: Sie können aufgrund der nicht sichtbaren Beschaffenheit den eigenen Behandlungsfortschritt besser mitverfolgen. Die Lingualtechnik ist selbst bei komplexen Behandlungsfällen geeignet. (LINGUALSYSTEMS)

Herausnehmbare Zahnspangen

Herausnehmbare Zahnspangen eignen sich sowohl für die Korrektur von Zahn- als auch von Kieferfehlstellungen. Es gibt viele verschiedene Arten herausnehmbarer Zahnspangen. Neben den Modellen für einzelne Kiefer gibt es auch kombinierte funktionskieferorthopädische Geräte für den Ober- und Unterkiefer (z.B. Bionator).

Funktionskieferorthopädie bedeutet, dass mit körpereigener Kraft das Wachstum des Ober- und Unterkiefers gefördert bzw. gehemmt wird. Geeignet sind funktionskieferorthopädische Geräte im Jugendalter noch während der Wachstumsphase.

Mit herausnehmbaren Zahnspangen können jedoch nicht alle Formen der Zahnbewegung durchgeführt werden. Daher sind herausnehmbare und festsitzende Zahnspangen oft keine „entweder oder“-Entscheidung, sondern ergänzen sich häufig gegenseitig. Und so hat jede Spangenform seine Daseinsberechtigung.

Bei einer komplexen kieferorthopädischen Behandlung kommen ohnehin meist mehrere Zahnspangen zum Einsatz, da jede Zahnspange verschiedene Behandlungsaufgaben erfüllt. Mit herausnehmbaren Zahnspangen wird in der Regel möglichst gut „vorgearbeitet“, bevor sich die Multibracket-Apparatur (Brackets) anschließt.

Festsitzende Zahnspangen

Der Vorteil von Brackets gegenüber herausnehmbaren Zahnspangen ist, dass sie ihre Wirkung 24 Stunden am Tag entfalten und somit Zähne präzise bewegen sowie aufrichten können. Das ermöglicht hervorragende Einzelzahnbewegungen und Kieferausformungen, in Kombination mit unterstützenden Maßnahmen aber auch die Koordination der Kiefer zueinander.

Es gibt verschiedene Bracketarten:

Klassische Metallbrackets – hierbei werden die Metallbrackets auf die Zähne geklebt. Diese haben einen kleinen Schlitz (Slot), in den der Bogen – der alle Zähne miteinander verbindet und die eigentliche Bewegung aktiviert – eingelegt wird. Damit der Bogen im Slot hält, muss dieser entweder mit kleinen Gummiringen oder Drähtchen befestigt werden.

Keramikbrackets – als zahnfarbene Brackets setzen wir Keramikbrackets ein, die sich nicht verfärben. Die Keramikbrackets bieten jedoch ansonsten gegenüber den entsprechenden Metallbrackets keine funktionellen Vorteile. In unserer Fachzahnarztpraxis verwenden wir Keramikbrackets nur auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten, da aus fachlicher Sicht ein erhöhtes Risiko für Schmelzschäden bei der späteren Entfernung nicht ganz auszuschließen ist. Sollten Sie den Wunsch nach weniger sichtbaren Brackets haben, empfehlen wir Ihnen die Lingualtechnik. Hierbei handelt es sich um Metallbrackets, die kaum sichtbar auf der Innenseite der Zähne befestigt werden und zusätzlich weitere Vorteile bieten.

Selbstligierende Brackets – bei den selbstligierenden Brackets übernimmt anstelle der Gummiringe bzw. Drähtchen, die den Bogen im Bracket halten, ein Clip bzw. eine Klappe die Funktion. Vor allem die Reinigung gestaltet sich bei diesem System für den Patienten häufig angenehmer. Ein weiterer Vorteil: Die kleinen zusätzlichen Drähtchen können nicht verrutschen.

Brackets von der Innenseite der Zähne - (Lingualtechnik)

Festsitzender Retainer

Zähne bewegen sich zeitlebens. Insbesondere an den Frontzähnen (v.a. im Unterkiefer) kann es dadurch häufig zu einem Engstand kommen. Um das Therapieergebnis dauerhaft zu erhalten, empfehlen wir im Anschluss an die aktive Behandlung das Einsetzen eines festsitzenden Retainers. Dies ist ein kleiner Draht, der normalerweise von Eckzahn zu Eckzahn punktuell hinter den Frontzähnen befestigt wird. Der Draht ist also nicht sichtbar, wirkt 24 Stunden am Tag, stört weder beim Sprechen oder Essen und die tägliche Interdentalraumpflege ist ebenfalls problemlos möglich.

Sportmundschutz

Ein Schutz der Zähne ist nicht nur wichtig bei Kontaktsportarten wie Judo, Karate oder Boxen – und wir zählen dazu auch Mannschaftssportarten mit direktem Gegnerkontakt wie Hockey, Handball oder Basketball –, sondern auch bei Sportarten wie Inlineskating oder Skateboardfahren oder allgemein bei Sportarten mit erhöhter Sturzgefahr. Schnell kann es zu Verletzungen der Zähne kommen durch direkten Kontakt mit dem Gegner (z.B. Ellenbogen), Schläger oder Stürze. Meistens werden dabei die Frontzähne im Oberkiefer geschädigt. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Zahnverlust kommen. Vorbeugend sollte nicht nur während eines Wettkampfs, sondern auch immer während des Trainings ein Sportmundschutz getragen werden. Den besten und komfortabelsten Schutz bieten dabei individuell angefertigte Sportmundschutze.

Ein Sportmundschutz kann auch in Kombination mit einer festsitzenden Zahnspange getragen werden. Lassen Sie sich von uns über geeignete Methoden beraten.

Schnarchschiene

Rund 30 Millionen Menschen in Deutschland schnarchen. Das stört nicht nur den Lebenspartner, es kann auch zu gesundheitsgefährdenden Atemaussetzern führen (sogenannte Apnoen). Hierbei wird die Tiefschlafphase nicht ausreichend erreicht und der Schlaf ist nicht erholsam. Die Müdigkeit zieht sich über den Tag, was u.a. auch eine erhöhte Unfallgefahr beim Autofahren zur Folge haben kann, und im schlimmsten Fall führt die Apnoe zu einer verkürzten Lebenserwartung.

Mittlerweile haben sich bei leichten bis mittelgradigen Schlafapnoen sogenannte Schnarchschienen bewährt. Unhandliche Beatmungsgeräte oder umfangreiche Operationen können so vermieden werden. Diese Schienen sollten jedoch im Rahmen einer fachzahnärztlichen Untersuchung individuell angepasst werden.

Das hat einen Grund: Während des Schlafens erschlafft die gesamte Muskulatur und somit auch im Rachenbereich, so dass es zu einer Einengung der Luftwege kommt. Durch die Schienen, die im Ober- und Unterkiefer getragen werden (optisch ähnlich einer Zahnspange), wird der Unterkiefer und die Zunge während des Schlafens vorne gehalten und somit die Atemwege für eine bessere Luftzufuhr erweitert.

Ob eine Schnarchschiene das Mittel der Wahl ist, wird in einer interdisziplinären Zusammenarbeit u.a. mit einem Schlafmediziner individuell geklärt.

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